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Walk and Talk: Was hinter dem Coaching-Trend steckt, und warum er wirkt

Von HolidayCoaching ·

✦ KI-generiertes Bild

Was ist Walk and Talk?

Walk and Talk bezeichnet ein Gespräch, das im Gehen stattfindet statt im Sitzen. Der Ansatz kommt ursprünglich aus der Psychotherapie, hat sich von dort aber längst ins Coaching und in den Berufsalltag ausgebreitet. Statt sich in einem Raum gegenüberzusitzen, gehen beide Seiten nebeneinander her, meist im Freien.

Die Ursprünge: von der Psychotherapie zum Coaching

Geprägt hat den Ansatz die kanadische Psychologin Kate Hays, Autorin des Buchs "Working It Out: Using Exercise in Psychotherapy". Sie nennt drei Gründe, warum sie Bewegung mit Gesprächen kombiniert: Es bringt Menschen in Bewegung, hilft dabei, bei schwierigen Themen weiterzukommen, und regt kreativeres, freieres Denken an. Ein CNN-Artikel griff den Trend 2017 auf und beschrieb, wie Walk and Talk Therapy in US-Großstädten von Boston bis Austin Fuß fasste.

Was die Wissenschaft zum Gehen und Denken sagt

Die bekannteste Untersuchung dazu stammt von der Stanford University. Oppezzo und Schwartz zeigten 2014, dass Versuchspersonen Kreativitätsaufgaben im Gehen deutlich besser lösten als im Sitzen, und zwar unabhängig davon, ob sie drinnen auf einem Laufband oder draußen unterwegs waren. Für ein Coaching-Gespräch bedeutet das: Die Bewegung selbst unterstützt das Denken, nicht nur die Umgebung drumherum.

Walk and Talk im Business: von Steve Jobs bis zur Konferenzraum-Alternative

Auch abseits von Therapie und Coaching hat sich das Prinzip durchgesetzt. Steve Jobs und Mark Zuckerberg wurden für ihre Walking Meetings bekannt. Bekannt gemacht hat das Format vor allem die Unternehmerin Nilofer Merchant mit ihrem TED-Talk "Got a Meeting? Take a Walk". Sie ersetzte einen Teil ihrer wöchentlichen Meetings durch Spaziergänge und beschrieb den Effekt gegenüber NPR als gleichmachend: Hierarchie spiele weniger eine Rolle, wenn beide Seiten nebeneinander in Turnschuhen unterwegs sind.

So läuft Walk and Talk Coaching bei HolidayCoaching ab

Bei HolidayCoaching lässt sich ein Walk and Talk direkt in den Urlaub einbauen, zum Beispiel entlang der Hamburger Alster, in der Lüneburger Heide oder an den Dresdner Elbwiesen. Nach einem kurzen Erstgespräch klärt ihr das Anliegen, danach geht es los, meist für 60 bis 90 Minuten. Festes Schuhwerk reicht als Vorbereitung völlig aus.

Häufig gestellte Fragen

Ist Walk and Talk dasselbe wie ein normaler Spaziergang?
Nein. Ein Coach begleitet das Gespräch gezielt, mit Fragen und Struktur. Ein normaler Spaziergang ist Bewegung, Walk and Talk ist ein geführtes Gespräch in Bewegung.
Eignet sich Walk and Talk auch für schwierige oder emotionale Themen?
Ja, oft sogar besonders gut. Ohne direkten Blickkontakt fällt es vielen Menschen leichter, sich zu öffnen, weil der Druck einer klassischen Sitzsituation wegfällt.
Funktioniert Walk and Talk auch für berufliche Anliegen, nicht nur private?
Ja. Neben Coaching und Therapie nutzen auch Führungskräfte das Format für Mitarbeitergespräche oder strategische Einzelgespräche, weil es Hierarchie abbaut und Kreativität fördert.
Wie viele Personen können an einer Walk and Talk Session teilnehmen?
Walk and Talk ist als Einzelformat gedacht.

Quellen

  1. CNN-Artikel über die Ursprünge von Walk and Talk Therapy und die Psychologin Kate Hays
  2. Stanford-Studie (Oppezzo und Schwartz, 2014) zur kreativitätsfördernden Wirkung von Gehen gegenüber Sitzen
  3. NPR-Artikel über Walking Meetings im Berufsalltag, mit Nilofer Merchant
  4. TED-Talk von Nilofer Merchant: "Got a Meeting? Take a Walk"